Weiter oben etablieren

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Foto: KitzingPix

 

„Wir wollen uns in dieser Tabellenregion weiter festigen und etablieren“, sagte Sven Gerike, der Coach unserer EXA IceFighters Leipzig vorige Woche. Das gelang mit einem ganz starken Wochenende gegen die Füchse Duisburg und die Hannover Scorpions. Jetzt gilt es nachzulegen und konstant zu bleiben. Die Gegner an diesem Wochenende sind Krefeld und Essen. „Das sind zwei Gegner, gegen die wir verpflichtet sind zu punkten, wenn wir unsere Ziele erreichen wollen“, so die klare Richtung Gerikes vor diesem Wochenende.

Heute geht es auf die Reise zur U23 Mannschaft des Krefelder EV. Die Truppe rund um unseren Ex-Torhüter Basti Staudt hängt seit dem Saisonstart am Tabellenende fest. Trotzdem bleibt Coach Elmar Schmitz seiner Linie treu und lässt die „jungen Wilden“ ein attraktives und lauffreudiges Eishockey spielen. „Es liegt oft nicht am Willen der jungen Mannschaft, sondern schlichtweg an der Erfahrung, die in entscheidenden Situationen manchmal fehlt“, meinte Krefelds Trainer nach der ersten Begegnung mit unseren Eiskämpfern. Unser Heimspiel endete damals mit einem klareren Ergebnis (9 – 2 Sieg), als es der Spielverlauf zeigte. Ein Beleg für diese Worte von Elmar Schmitz sind die nackten Zahlen. Krefeld hat die viertwenigsten Tore erzielt, dagegen die meisten Gegentore bekommen. Die Specialteams funktionieren mit Powerplay knapp 16% und Unterzahl 65% auch nicht so gut. Aber die Krefelder erfüllen, angeführt von ihren beiden nimmermüden Imports Jeremiah Lüdtke und Michael Jamieson, weiter ihren selbsterlegten Auftrag – junge Talente an das Senioren-/Profieishockey heranzuführen.

In Essen läuft die bisherige Saison alles andere als rund. Der Start war miserabel. Das Ende der Ära Frank Gentges am Westbahnhof war von außen betrachtet ähnlich unglücklich, wie der aberkannte Sieg gegen die Crocodiles. Als neuer Coach wurde Larry Suarez verpflichtet. So richtig ins Laufen brachte auch er den Moskitosschwarm bisher nicht. Siege und Niederlagen wechseln sich regelmäßig ab. Und so ist es schwer, das untere Tabellendrittel zu verlassen, in dem sich die Moskitos bisher bewegen. Der Blick auf den Kader macht das alles noch unverständlicher. Die Essener haben eine starke Mannschaft mit vielen guten bis sehr guten Einzelspielern. Man hat immer das Gefühl, wenn bei denen mal der Knoten platzt, dann könnten die eine richtige Serie hinlegen und das Feld von hinten aufrollen. Dafür müssen die Imports Peter Leblanc und der wiedergenesene Aaron McLeod als Leader funktionieren und den Rest des Teams mitreißen. Lars Grözinger, Julian Airich, Veit Holzmann, Enrico Saccomani, Andre Hübscher, Sebastian Lehmann, Stephan Kreuzmann und Niklas Hildebrand sind alles wohlklingende Namen in der Oberliga.

Unsere Mannschaft hat ein wenig mit Personalsorgen zu kämpfen. Janik Langer (Arbeit), Ryan Warttig, Marvin Miethke und Ian Farrell (verletzt) können die Reise nach Krefeld nicht antreten. „Bei Ryan gibt es trotzdem gute Neuigkeiten. Seine Verletzung ist nicht so schwer wie zuerst befürchtet. Wir rechnen im Januar wieder mit ihm. Marvin und Ian sind nur leicht angeschlagen, aber dennoch genug, um sie rauszunehmen. Die Saison ist noch lang. Antti Paavilainen ist dagegen wieder dabei. Also haben wir drei komplette Reihen“, beschreibt Gerike die Situation seiner Mannschaft und fügt hinzu: „Wir haben auch das letzte Wochenende mit drei Reihen spielen müssen. Eine zeitlang ist das mal okay. Manche Spieler freuen sich darüber sogar. Das dürfen sie dann heute zeigen.“