Tore satt und tolle Stimmung

Tore satt und tolle Stimmung

Mit einem über weite Strecken überzeugenden 6:3 Heimsieg gegen die Hammer Eisbären sind unsere EXA IceFighters Leipzig sehr gut in das Wochenende gestartet. Knapp 1500 Zuschauer sahen dabei alles, was den schnellsten Mannschaftssport der Welt so attraktiv macht. Tore satt, zwei Mannschaften, die sich nichts schenkten und eine tolle Stimmung im Eiszirkus rundeten diesen Abend perfekt ab.

Headcoach Sven Gerike, der gestern lediglich noch auf Michael Burns verzichten musste, war mit dem Start in das Spiel sehr zufrieden: „Wir haben fast gar nichts zugelassen für unsere Gäste und selber ordentlich Druck gemacht.“ Sein Gegenüber Joshua Mizerek war zufrieden, „dass es nach dem ersten Drittel nur 0:1 aus Sicht der Hammer stand. Jenes Tor erzielte Ian Farrell in der 8. Minute mit einer schönen Einzelleistung. Eine große Schrecksekunde verursachte ein Zusammenprall zwischen Daniel Reichert und Florian Eichelkraut, bei dem unser Routinier verletzt liegenblieb. Zum Glück konnte sich „Eichi“ durchbeißen und weiterspielen. Es bleibt abzuwarten, wie es an den Tagen nach dem Spiel aussehen wird.

Das zweite Drittel brachte dann jede Menge Aktion und Tore, sodass der Eiszirkus ein paar Mal bebte. Alles fing mit einer Chance für Marvin Miethke an. Filip Stopinski hatte ihn freigespielt und der Verteidiger, der diesmal als Stürmer aufgestellt war, ließ Sebastian Wieber im Tor der Gäste keine Abwehrchance ließ. Hamm reagierte mit wütenden Angriffen. Unsere IceFighters konterten überlegt. Jonas Wolter auf Joonas Riekkinen, und es stand 3:0 in der 29. Minute. Danach entluden sich ein paar Emotionen und gleich zwei Spieler beider Teams mussten in die Kühlbox. Das ausgesprochene Powerplay nutzten unsere Eiskämpfer zum 4:0 nach exakt 30 Spielminuten.

Gästetrainer Mizerek nahm seine Auszeit, um das Team aufzurütteln. Auf der abschließenden Pressekonferenz erklärte er, was er forderte: „Ich habe meine Mannschaft herausgefordert. Das Spiel war genau zur Hälfte gespielt. Ich verlangte von meinen Jungs, dass sie die zweite Hälfte des Spiels für sich entscheiden sollen, egal wie das Spiel am Ende ausgeht.“
Dieser Forderung wurde sofort Folge geleistet und die nächsten Sekunden stellten beinahe das ganze Spielgeschehen auf den Kopf. Vierzig Sekunden nach der Auszeit, vierzig Sekunden nach dem 4 – 0 stand es im Eiszirkus nur noch 4 – 2. Kyle Brother und Kevin Lavallee trafen in der 31. Minute innerhalb von nur 15 Sekunden. Gleich darauf bekam Walther Klaus eine Strafe und jetzt hätte das Spiel endgültig kippen können. Aber die Eiskämpfer hatten etwas dagegen. Filip Stopinski erkämpfte in Unterzahl die Scheibe und behielt die Übersicht. Der mitgeeilte Jonas Wolter erzielte in der 34. Minute das 5:2 und beruhigte die Nerven der Leipziger Anhänger wieder ein wenig.

Im letzten Drittel hatten Joonas Riekkinen & Co das Spielgeschehen wieder weitestgehend unter Kontrolle. Hamm versuchte nochmal mit Gewalt, das nächste Tor zu erzielen. Dadurch entstanden für Leipzig die einen oder anderen Möglichkeiten, die der eingewechselte Torhüter Daniel Filimonow aber zunichtemachen konnte.
Hamm gelang exakt vier Minuten vor dem Ende noch das dritte Tor durch Arthur Tegkaev, aber richtige Spannung kam keine mehr auf. Jonas Wolter hatte kurz darauf eine Torchance und wurde regelwidrig gestoppt. Den ausgesprochenen Strafschuss nutzte er dann zum 6:3 Endstand.

Dieses Spiel hatte alles, was ein Eishockeyspiel ausmacht. Tore in Überzahl, in Unterzahl, einen Penalty und ein intensives, körperbetontes Auftreten beider Mannschaften – die Fans feierten das zurecht.