Siegesserie endet in Erfurt

Siegesserie endet in Erfurt

Unsere EXA IceFighters Leipzig mussten gestern Abend eine 4:6 Niederlage in Erfurt hinnehmen. Nach einem klassischen Fehlstart konnten sie sich zwar fangen und das Spiel noch im ersten Drittel drehen, aber sie bekamen ihre eigene Defensive nie richtig unter Kontrolle und mussten insgesamt sechs Gegentore hinnehmen, wobei das letzte Tor ein Empty-Net-Tor war, denn kurz vor Schluss war Patrick Glatzel zugunsten des sechsten Feldspielers vom Eis gegangen.

Das erste Drittel hatte gerade erst begonnen, da musste Ian Farrell auch schon auf die Strafbank. Und die Black Dragons nutzten diese Chance sofort zum ersten Treffer. Reto Schüpping konnte einen Rebound in der 4. Minute zum 1:0 verwandeln. Keine Minute später schlug es schon wieder ein. Der ehemalige IceFighter Maurice Keil verwandelte sehenswert zum 2:0 und sorgte für ratlose Gesichter bei den vielen mitgereisten Anhängern unserer IceFighters. Es dauerte ein paar Minuten, bis unsere Mannschaft diesen Fehlstart verkraftete, aber dann kam eine ganz starke Phase. Erst konnte Jonas Wolter seinen guten Lauf fortsetzen und in der 10. Minute den 1:2 Anschlusstreffer erzielen.
Wenige Sekunden später schlug es erneut ein, aber die Unparteiischen gaben den Treffer von Tim Heyter nicht, weil Michael Burns vorher in den Torwart der Erfurter fiel. Pikant an der Szene ist nur, dass der Treffer erst gegeben, dann aber wieder zurückgenommen wurde. Diese Szene erscheint auch im Zusatzbericht, weil die Erfurter das Replay immer wieder laufen ließen und das ist bekanntlich nicht erlaubt. Trotzdem schien das Team von Headcoach Sven Gerike jetzt wirklich in der Begegnung angekommen zu sein. Connor Hannon schaffte in der 16. Minute den verdienten Ausgleich und Michael Burns legte in der 19. Minute sogar noch das 3:2 und damit den Pausenstand nach.

Nach dem Spiel meinte Headcoach Sven Gerike, dass die Führung nach dem ersten Drittel trotz eines frühen 0:2 Rückstandes vielleicht eine trügerische Sicherheit gegeben hat, die seiner Mannschaft an diesem Tag nicht gut tat. Der Verlauf des zweiten Drittels gab ihm Recht. Leipzig ließ zwar nicht viel zu, aber war an diesem Tag einfach defensiv nicht gut genug und verlor das zweite Drittel mit 1:3. Den Anfang machte ein schlechter Aufbau und das 3:3 durch Fritz Denner in der 24. Minute.
In der 30. Minute legte der junge Erfurter gleich noch seinen zweiten Treffer nach, bei dem die Hintermannschaft der IceFighters wieder nicht gut aussah. Zwar konnte Jonas Wolter dann in Überzahl erneut ausgleichen (35. Minute), aber ein Aussetzer von Patrick Glatzel rundete den Abend wenige Sekunden später ab. Als Torschütze durfte sich Alexandre Ranger feiern lassen. Mit dem 4:5 aus Leipziger Sicht ging es in die zweite Pause.

Im letzten Drittel half alles Anrennen nichts. Die Black Dragons kämpften in der eigenen Zone um jede Scheibe, blockten viele Schüsse und klärten die Rebounds. Es gab einfach kein Durchkommen mehr für die Leipziger und am Ende durfte sich auch Alexandre Ranger zum zweiten Mal als Torschütze feiern lassen. Patrick Glatzel war wie schon erwähnt zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis gegangen und Erfurt erzielte in der 60. Minute den entscheidenden Treffer zum 6:4. Damit endete die kleine Siegesserie unserer EXA IceFighters Leipzig unsanft in Erfurt.
Am Sonntag geht es dann daheim gegen die Hannover Indians und damit gegen einen direkten Konkurrenten um die begehrten Playoffplätze weiter.

Fotos: Lars Wannemacher