Sieben auf einen Streich

Sieben auf einen Streich

IFL-Fotopartner: KitzingPix

 

Nein, das wird keine Märchenstunde. Das wird der Vorbericht auf das Wochenende unserer EXA IceFighters Leipzig. Heute fahren die Eiskämpfer zum Tabellenführer nach Holland. Am Sonntag werden die Piranhas aus Rostock zu Gast im Kohlrabizirkus sein. Zwei Gegner, die es wieder in sich haben – und dann das: das Abschlusstraining zeigte schon viele Lücken im Lineup auf. Und es wurde nicht besser. Zu dem eh schon länger verletzten Ryan Warttig gesellten sich Marvin Miethke, Leon Lilik, Goran Pantic, Esbjörn Hofverberg, Michal Velecky, Ian Farrell und auch Kenneth Hirsch. „Das waren sieben Spieler auf einen Streich, die absagen mussten. Das ist in der Form auch noch nie passiert. Ein paar dieser Spieler sind krank oder leicht verletzt, so dass wir in der kommenden Woche wieder mit mehr rechnen können. Aber für dieses Wochenende wird es wohl bei diesem Stand bleiben“, beschreibt Coach Sven Gerike die derzeitige Situation, verspricht aber gleichzeitig: „Wir werden uns trotzdem etwas einfallen lassen, um so viel wie möglich aus diesem Wochenende herauszuholen. Die 12 einsatzfähigen Spieler werden aber über sich hinauswachsen müssen.“

Bei den Tilburg Trappers scheint mal wieder die Sonne. Der „Abonnement-Meister“ der Oberliga Nord stellt seinen eigenen Anspruch einmal mehr deutlich heraus. Eine Niederlage nach 60 Minute gab es im bisherigen Saisonverlauf. Vier weitere Spiele wurden erst in der Verlängerung entschieden. Drei davon gingen an die Trappers. Das Team von Coach Bo Subr ist sehr kompakt besetzt. Herausragendster Akteur ist Mitch Bruijsten, der schon 22 Treffer erzielen konnte. Bei den Specialteams bekleckern sich die Tilburger derzeit noch nicht mit Ruhm. Aber sie finden immer wieder Wege, ihre Spiele zu gewinnen. Auch wenn es hinten raus eng wird, behalten die Holländer die Nerven. In Hannover und in Herne haben sie das kürzlich erst unter Beweis gestellt. Beim ersten Aufeinandertreffen unserer Mannschaft und den Trappers in dieser Saison, ging im Kohlrabizirkus richtig die Post ab. Beide Mannschaften agierten mit hochgeklapptem Visier und viel Offensivpower.  Am Ende konnte der Gast mit 9 – 6 gewinnen. Ein ähnlich offensives Feuerwerk dürfte heute aufgrund der Personalsituation nicht im Sinne des IceFighters-Coaches Sven Gerike sein.

Am Sonntag kommen dann die Raubfische aus Rostock nach Leipzig. Nach gutem Start in die Saison lief es bei den Rostockern nicht mehr so berauschend. Seit dem 25.10. gab es noch zwei Siege. Beide gegen die Black Dragons aus Erfurt. Alle anderen Begegnungen gingen verloren. Damit stehen die Piranhas derzeit auf dem 9. Tabellenplatz. Einen der Gründe kann man in der Statistik ableiten. Die Piranhas schießen die drittwenigsten Tore der Liga, bekommen aber gleichzeitig die drittmeisten Gegentore. Um in dem Kampf um die Playoffs weiter dabei zu bleiben, werden die Mannen um Coach Christian Behncke in den nächsten Wochen liefern müssen. Seine Stützen sind dabei die zwei Importspieler Tomas Kurka und Roman Tomanek, Constantin Koopmann, Viktor Beck und Tom Pauker. Aus den Reihen der Verteidiger sticht Jonas Gerstung hervor. Im Tor bekommt meistens Jakub Urbisch das Vertrauen. Spielbeginn am Sonntag ist wie gewohnt um 18 Uhr, beim ersten Tor unseres Teams dürfen außerdem wieder die Kuscheltiere fliegen! In diesem Jahr präsentiert Sternauto Leipzig den traditionellen Teddy Toss!