Pech, Blut und Pannen sorgen für Niederlage im ersten Playoff-Spiel

Pech, Blut und Pannen sorgen für Niederlage im ersten Playoff-Spiel

Foto: Kitzing Pix

Das erste Playoff-Spiel in der Best of 3 Serie ging gestern an die Gastgeber. Mit 3-1 konnten sich die Crocodiles Hamburg am Ende durchsetzen. Unsere EXA IceFighters Leipzig zeigten nach den unglücklichen Anfangsminuten eine ordentliche Leistung und boten den Krokodilen einen guten Playoff-Fight.

Das Spiel war noch nicht richtig losgegangen, da klingelte es das erste Mal im Tor von Patrick Glatzel. Harrison Reed traf nach 13 Sekunden aus dem Bully heraus unhaltbar in den Winkel. Die Hausherren witterten Morgenluft und machten gleich gehörig Druck. Aber im Verlauf der nächsten Minuten gab sich das wieder und die IceFighters erarbeiteten sich den Weg in das Spiel. Bis sie in der 8. Minute unterbrochen wurden und den nächsten Rückschlag hinnehmen mussten. Moritz Israel fuhr einen Check, sein Gegenspieler blieb liegen, die Hamburger Bank schrie lauthals auf und der Schiedsrichter reagierte mit einer 5 plus Spieldauerdisziplinarstrafe. Hamburg nutzte diese Situation eiskalt aus. Über Dominik Lascheit und Harrison Reed landete der Puck bei Thomas Zuravlev und der hatte keine Mühe das leere Tor zu treffen. Das 2-0 in der 9. Spielminute war wirklich sehenswert. Den Rest der großen Strafe überstand das Eiskämpfer-Team ohne weiteren Gegentreffer. In eigener Überzahl hatte dann Hannes Albrecht die größte Chance auf den Anschlusstreffer, aber Kai Kristian im Tor der Hausherren war mit einem starken Save zur Stelle.

Im zweiten Drittel hatten die EXA IceFighters dann genügend Gelegenheiten, um den ersten Playoff-Treffer zu erzielen. Aber es kam alles zusammen, was zusammenkommen kann. Pech und Unvermögen wechselten im Minutentakt. Als Erstes bekam Dennis Reimer eine 2 plus 10-minütige Strafe für einen üblen Bandencheck. „Wenn man diese Situation, mit der von Moritz Israel vergleicht, dann ist das einfach nur lächerlich. Aber das Schiedsrichtergespann war wie so oft über jeden Zweifel erhaben. Deshalb sind alle weiteren Diskussionen sinnlos. In anderen Zeiten hätte Reimer das Spiel nicht beendet für diesen Bandencheck von hinten“, zeigte sich Headcoach Sven Gerike nach dem Spiel unzufrieden mit den unterschiedlichen Regelauslegungen. Yannis Walch war dann in der 32. Minute der Sündenbock und erhielt für eine eher weniger schlimme Strafe ebenfalls 5 plus Spieldauer. Er erwischte Florian Eichelkraut so, dass der Eiskämpferkapitän mit blutender Nase ein paar Minuten zum Zuschauen verdammt war. Ein weiterer Spieler teilte dieses Schicksal. Robin Slanina brach erst die Kufe und dann schnitt er sich beim Wechsel des gebrochenen Stahls so in die Hand, dass er erst im letzten Abschnitt wieder spielen konnte. „Durch diese und andere Situationen war zu viel Hektik in unseren Aktionen. Das Powerplay haben wir aufgrund der resultierenden Umstellungen einfach schlecht gespielt“, resümierte Gerike.

Das letzte Drittel war dann über weite Strecken in der Hand der Eiskämpfer. Aber sie scheiterten immer wieder am hervorragend aufgelegten Kai Kristian oder der kompakten und gut eingestellten Defensive der Crocodiles. In der 46. Minute nutzte Andre Gerartz dann einen Fehler im Spielaufbau unserer Mannen eiskalt aus und ließ Patrick Glatzel beim Alleingang keine Abwehrchance. Hubert Berger konnte dann in der gleichen Minute endlich den überfälligen ersten Treffer unserer EXA IceFighters erzielen, aber mehr Zählbares gab es trotz vieler Versuche nicht mehr. So ging das erste Spiel mit 3:1 an Hamburg. Unser Team hat gleich morgen im Kohlrabizirkus die Chance, die Serie auszugleichen und zum Showdown zurück nach Hamburg zu bringen. Anbully im Kohlrabizirkus ist 17:00 Uhr. Das Spiel wird live auf Sprade.TV übertragen.