Kein Derby-Glück an der Saale

Kein Derby-Glück an der Saale

Foto: Kitzing Pix

Nach dem 7:4 Erfolg am vergangenen Sonntag reisten die Kufencracks aus Leipzig zuversichtlich in die Nachbarstadt an die Saale. Man wollte endlich den ersten Derby-Sieg in dieser Saison holen.

Doch am Ende sind wieder die Saale Bulls die glücklichen Gewinner, denn der Endstand nach 60 Minuten lautet 3:1 für Halle.

„Wir wissen, dass es kein leichtes Spiel wird, Halle ist nicht umsonst seit einigen Wochen mit ganz oben in der Tabelle zu finden und uns fehlen nach wie vor einige Schlüsselspieler“, so Coach Gerike vor der Partie. Neben den bekannten Verletzten fehlte gestern Abend auch Stürmer Jonas Wolter und somit ging es mit drei kompletten Reihen ins Derby.

Beide Mannschaften starteten gut ins erste Drittel, doch dann zogen die Gäste gleich die erste Strafe. Da wurden Leipzigs Unterzahlspezialisten das erste Mal getestet und bestanden mit Bravour. In der 9. Spielminute klingelte es dann allerdings doch das erste Mal im Kasten von Goalie Eric Hoffmann. Roman Pfennings traf zum 1:0 für Halle.

In der 15. Minute zieht Leipzig erneut eine Strafe. Die Unparteiischen schicken den Ex-Hallenser Maximilian Spöttel auf die Bank. Doch Leipzig ließ den Kopf nicht hängen. Fosters Überzahlspezialisten passen zu ungenau und IceFighters Top-Scorer Ian Farrell lässt sich nicht zweimal bitten und trifft in Unterzahl auf Zuspiel von Connor Hannon und Walther Klaus zum 1:1 Ausgleich. Die über 200 mitgereisten Fans jubeln.

Doch die Freude hält nicht lange an. Mit einem Doppelschlag von Bullen-Kapitän Sergej Stas und Ex-Leipziger Niklas Hildebrand erhöhen die Gastgeber binnen zwei Minuten auf 3:1.

Mit diesem Zwischenstand geht es dann auch in die erste Pause.

Das zweite und auch letzte Drittel bleibt torlos und so geht auch der zweite Derbysieg in dieser Saison an die Saale Bulls.

Headcoach Sven Gerike sagt in der Pressekonferenz: „Wir sind nicht so schlecht gestartet, haben dann nur leider im 1. Drittel ein paar große Fehler gemacht, die direkt bestraft wurden.

Im Mitteldrittel haben wir dann wieder versucht besseren Zugriff zum Spiel zu bekommen, standen uns nur selbst zu oft im Weg. Im letzten Drittel mussten wir uns dann eingestehen, dass die Brechstange heute nicht funktioniert. Ich kann meiner Mannschaft keinen großen Vorwurf machen, sie haben hart gekämpft und hart gearbeitet, aber es sollte einfach nicht sein.

An Tagen wie heute merkt man einfach, wer uns seit vielen Wochen fehlt. Unser Kapitän Florian Eichelkraut sowie Erek Virch, einer der besten Verteidiger in der ganzen Liga fehlen an Spieltagen wie heute merklich. Dafür, dass wir in dieser Saison noch nicht einmal mit vollem Kader spielen konnten, bin ich mit dem Auftreten meiner Mannschaft zufrieden“

Am Sonntag steht dann das dritte Spiel in sechs Tagen an. Die IceFighters empfangen die Crocodiles aus Hamburg. Anbully im Eiszirkus Leipzig ist 18:00 Uhr. Aufgrund der neuen Corona-Schutzverordnung leider vorerst das letzte Mal vor Zuschauern.

Fotos: Michael Meyer