Ein Wochenende mit Spannungspotenzial

Ein Wochenende mit Spannungspotenzial

Foto: Kitzing Pix

 

Nach dem schweren Stück Arbeit beim Top-Team in Herne wartet heute gleich der nächste Brocken auf unsere EXA IceFighters Leipzig. Die Tilburg Trappers aus den Niederlanden kommen zum ersten Aufeinandertreffen dieser Saison nach Leipzig in den Kohlrabizirkus. Bei unserem Team fehlen die Langzeitverletzten. Alle anderen Spieler meldeten sich fit. „Das ist auch gut so. Gegen eine Mannschaft wie die Tilburg Trappers brauchst du jeden verfügbaren Spieler. Das sind mit die intensivsten Spiele der ganzen Saison“, sagt Sven Gerike vor dem Topspiel.

Die gravierendste Veränderung im Kader gab es auf der Bank. Nach sechs Jahren Amtszeit verließ Headcoach Bo Subr die Trappers Richtung DEL2 und abreitet seit dieser Saison bei den Löwen Frankfurt als Cheftrainer. Diese Position haben die Niederländer aber sehr prominent neu besetzt. David Levingston war als Spieler schon sehr erfolgreich bei den Tilburgern aktiv. Der gebürtige US-Amerikaner war ein echter Torjäger und Spielmacher, der das auch international in den Farben der niederländischen Nationalmannschaft unter Beweis stellte. Am Ende seiner Karriere war er in Norwegen aktiv. Dann wechselte er ins Trainergeschäft und nach 11 Jahren Trainerarbeit in Norwegen kehrt Livingston nun an seine alte Wirkungsstätte zurück. Bei den Trappers fand er eine funktionierende und eingespielte Mannschaft vor. Nur Import Brett Bulmer, der von den Hannover Indians nach Holland wechselte, ist neu im Team. Alle anderen Spieler stehen schon länger im Kader oder haben sich ihren Weg durch die eigene Nachwuchsausbildung zur ersten Mannschaft erarbeitet. Der Auftakt in die neue Saison war auch standesgemäß. Mit 9-4 (Rostock) und 4-1 (Herford) konnten zwei klare Siege eingefahren werden. In Halle und daheim gegen Hamburg mussten aber auch schon Niederlagen eingesteckt werden. Derzeit liegen die Trappers mit 9 Punkten aus 5 Spielen genau einen Punkt hinter unserem Team.

Am Sonntag geht es dann nach Hamm zu den „Eisbären“. Auch hier gab es einen Wechsel an der Bande. Jeff Job wurde aus Herford verpflichtet. Seine Voraussetzungen sind allerdings komplett anders als die seines holländischen Kollegen. 11 neue Spieler musste der gebürtige Kanadier in das Team integrieren. Mit dabei Torhüter Daniel Filimonow aus Passau und Max Licht aus Krefeld. In der Verteidigung baut man weiter auf den beinharten Tschechen Michal Spacek und mit Mike Ortwein, Samuel Dotter und Jonas Hoppe auf bewährte Kräfte. Mit Tim Junge verpflichteten die Eisbären im Sommer einen letztjährigen IceFighter. Im Sturm baut man auf die Routiniers Igor Furda, Michel Maaßen, Ibrahim Weißleder sowie die bekannten Kevin Trapp und Thomas Lichnovsky. Als Import verpflichtet wurde Christopher Schutz. Der Amerikaner zeigt mit 6 Toren aus 5 Spielen, dass er zurecht als Torjäger geholt wurde. Viele Hoffnungen ruhten auf der Personalie Viktor Beck, der allerdings verletzt ist und noch kein Spiel für die Hammer bestreiten konnte. Eine Wundertüte stellt Jesse Roach dar. Der 1,95 große Stürmer war inaktiv, aber verleiht der Offensive trotzdem imposante Durchschlagskraft. David Trivellato kam von den Hannover Indians und Michel Limböck aus Deggendorf. Bisher schossen die Eisbären 16 Tore in 5 Spielen. Ebenso wie unsere EXA IceFighters Leipzig. Bei den Gegentoren sieht es deutlich anders aus. Während die Hammer schon 22 davon hinnehmen mussten, stehen unsere Mannen vor dem Wochenende bei 5 Gegentreffern. „In Hamm erwartet uns auf jeden Fall auch ein schweres Spiel. Egal was die Tabelle sagt, die Eisbären haben bisher die Spiele knapp verloren und immer einen harten Kampf geliefert“, warnt Sven Gerike vor einer falschen Einstellung, fordert jedoch zugleich: “Aber wenn wir unsere Ziele verwirklichen wollen, dann müssen wir einen Weg finden, in Hamm zu gewinnen!“

 

Ein Wochenende mit Spannungspotenzial