Ein Sieg mit hohem Preis

Ein Sieg mit hohem Preis

Das dritte Heimspiel in einer Woche mussten die EXA IceFighters gestern Abend im Kohlrabizirkus gegen die Rostock Piranhas bestreiten. Die anhaltende Corona-Situation in vielen Teams der Oberliga warf den Spielplan so um, dass es zu dieser Konstellation kam.
Das Spiel begann sehr intensiv, die Gäste kamen gefühlt etwas besser aus der Kabine. Bei unseren Jungs war sicher bedingt durch die erneute Reihenumstellung nach der Rückkehr von Marvin Miethke und Max Spöttel wieder ein Moment der Umgewöhnung nötig und ein paar unbekannte Komponente dabei. Außerdem ist es auch ein ganz anderer Rhythmus, direkt drei Spiele nach längerer Pause zu absolvieren und so kamen die Eiskämpfer nicht ganz so gut in die Partie.

Besonders defensiv waren die ersten Minuten zu passiv und so geriet man auch direkt in Rückstand. Doch der hielt nicht lange. Obwohl es in dieser Saison noch nicht die Leipziger Paradedisziplin ist, wurde das erste Überzahlspiel direkt genutzt und Jonas Wolter gelang der Ausgleich. Doch diese Phase forderte auch ihren Tribut. Nach hartem Check musste Connor Hannon das Eis verlassen und konnte auch im Spielverlauf nicht zurückkehren. Ein herber Verlust für Sven Gerikes Team.

Ins zweite Drittel starteten die Eiskämpfer dann selbst in Unterzahl, die jedoch brutal gekillt wurde und in der die Gäste keinen Stich sahen. Direkt nach 20 Sekunden kam dann die nächste Leipziger Überzahl, die wiederum genutzt wurde und wieder war Jonas Wolter im Rebound erfolgreich. In der 30. Minute sprachen die Refs gleich zwei Strafen hintereinander gegen die Gastgeber aus und so musste unser schmaler Kader fast 2 Minuten lang 3 gegen 5 überstehen. Das wurde erneut brutal gemacht, es wurden Schüsse geblockt und Patrick Glatzel war in den entscheidenden Momenten zur Stelle – eben so, wie wir es von unserer Defensive aus den letzten Monaten gewohnt sind.

Leider hatte auch diese starke Phase einen hohen Preis. Erek Virch musste zwischenzeitlich vom Eis und die Diagnose steht bereits fest: Fingerbruch. Eine OP ist nötig und das bedeutet voraussichtlich Saisonende für unsere Nummer 4. Ganz bitter, an dieser Stelle gute Besserung, Erek!

Plötzlich waren es damit wieder nur 5 Spieler in der Verteidigung, da Patrick Demetz bereits im schmal besetzten Sturm aushalf. Umso beeindruckender spielten die verbliebenen Eiskämpfer dann das letzte Drittel zu Ende, taktisch sehr diszipliniert und mit sehr wenig Chancen, die den Rostockern noch zugestanden wurden. Auf eigener Seite hatten Filip Stopinski und Oliver Noack noch die besten Möglichkeiten, doch am Ende war es Jonas Wolters dritter Treffer an diesem Abend, der erneut in Überzahl und direkt vom Bully weg den 3:1 Endstand herstellte.
Ein Sieg also, den man den Special Teams zuschreiben kann, endlich einmal war am gestrigen Abend sowohl das Unterzahl als auch das Überzahlspiel überaus sehenswert. Und natürlich nicht zu verachten – der Hattrick unserer jungen Nummer 7!

Mit Erek Virch und Connor Hannon sind nun aber erneut zwei Ausfälle zu beklagen, die das Team personell schwächen. Bei Connor werden die Untersuchungen in den nächsten Tagen ergeben, wie lange er pausieren muss. Kurz nachdem erst wieder einige Spieler zurückkehren konnten, ist das natürlich wieder eine bittere Pille. Doch damit müssen und werden wir wie alle Teams umgehen und in gewohnter Weise zusammenhalten!

 

Bilder: Kitzing Pix

 

Die anschließenden Statements beider Coaches hier auf der PRESSEKONFERENZ.