Ein Heimpunkt nach Penalties

Ein Heimpunkt nach Penalties

Gestern Abend bekamen die knapp 1200 Zuschauer im Eiszirkus nur wenige Highlights zu sehen und am Ende gewannen die Hammer Eisbären in einem von Taktik geprägten Spiel mit 1:0 nach Penaltyschießen.

Die Aufstellungen beider Teams ließ schon vor dem Spiel vermuten, dass es kein offener Schlagabtausch werden würde, und diese Vermutung bewahrheitete sich. Keine Mannschaft schaffte es in der regulären Spielzeit und der anschließenden Verlängerung, einen Treffer zu erzielen.

Die Gäste waren mit nur 13 Feldspielern angereist und im IceFighters-Kader gab es auch eine Menge Umstellungen. Neben den Langzeitausfällen Florian Eichelkraut, Marvin Miethke und Walther Klaus musste Headcoach Sven Gerike von Beginn an auf Filip Stopinski, Ian Farrell und Jonas Wolter verzichten. Erek Virch, einer von weiteren angeschlagenen Spielern musste nach dem ersten Drittel ebenfalls die Segel streichen. Dafür waren mal wieder die Förderlizenzspieler Luca Tuchel, Willy Rudert und Lukas Böttcher aus Crimmitschau mit im Lineup. Außerdem hatten sich kurzfristig wieder Moritz Miguez und Dominik Piskor spielfähig gemeldet.

Die vielen Umstellungen sorgten vielleicht auch dafür, dass der Beginn recht schleppend war. Die Gäste wirkten im ersten Drittel spritziger und die Hausherren verloren sich zu sehr in Einzelaktionen und brachten somit wenig in der Offensive zustande. Michael Burns hatte noch die größte Chance im ersten Abschnitt, aber Gästetorhüter Sebastian Wieber verhinderte die Führung für Leipzig. Auf der anderen Seite musste Eric Hoffmann bei drei Chancen der Gäste hellwach sein. Insgesamt war das erste Drittel ganz schwere Kost für die Leipziger Anhänger.

Ab dem zweiten Drittel lief es dann ein wenig besser und vor allem in der Defensive gab es nur noch eine Riesenchance für die Gäste, die Eric Hoffmann aber zunichtemachen konnte. Joonas Riekkinen, Dominik Piskor und Moritz Miguez waren auf Seiten der IceFighters nicht in der Lage, den Eisbären-Torhüter zu bezwingen.

Im letzten Drittel versuchten beide Seiten, keine defensiven Fehler mehr zu machen, weil jeder Treffer das Spiel hätte entscheiden können. Somit blieb es bei ganz wenigen Chancen auf beiden Seiten und beide Torhüter verdienten sich ihren Shutout.
„Natürlich waren wir mit der Leistung und einem „zu Null“ im eigenen Stadion nicht zufrieden. Das Spiel nach vorne war zu kompliziert und pomadig. Meistens war es nur der Scheibenführende, der sich bewegt hat und die anderen Spieler haben zugeschaut. So kann man keine Gefahr erzeugen. Das war mal wieder eines dieser Spiele, in denen wir noch weitere Drittel hätten spielen können, ohne einen Torerfolg feiern zu können. Bezeichnend für den gesamten Auftritt war, dass wir in der Verlängerung nicht einmal das leere Tor treffen konnten“, resümierte Sven Gerike nach dem Spiel auf der Pressekonferenz.
Gemeint hat er damit die Szene, als Michael Burns in der letzten Minute der Verlängerung von Joonas Riekkinen freigespielt wurde und am leeren Tor vorbeizielte. Auch im Penaltyschießen brachte die erst Runde keine Entscheidung. Am Ende war es Hamms Toptorjäger Christopher Schutz, der in seinem zweiten Versuch erfolgreich war. Zusammenfassend meinte Sven Gerike noch: „Wenn man etwas Positives aus der Begegnung ziehen möchte, dann sicherlich, dass wir defensiv ab dem zweiten Drittel besser gespielt haben und Eric Hoffmann zur Stelle war, wenn wir ihn brauchten. Aber das war es dann schon. Insgesamt war das ein schwacher Auftritt und hatte wenig mit IceFighters-Eishockey zu tun.“

Fotos: Kitzing Pix