Ein hartes Stück Arbeit

Ein hartes Stück Arbeit

Unsere EXA IceFighters haben gestern Abend in Rostock bei den Piranhas drei wichtige Punkte eingefahren. Dabei haben sie es sich am Ende schwerer gemacht, als es vielleicht hätte sein müssen. Aber ein starker Eric Hoffmann im Tor und eine kämpferisch überzeugende Leistung mit vielen geblockten Schüssen waren die Garanten für den knappen Sieg. Ohne die fehlenden Ryan Warttig, Hannes Albrecht, Goran Pantic und Antti Paavilainen mussten die Reihen wieder umgestellt werden. Ian Farrell und Hubert Berger waren nach ihrer Krankheit wieder dabei.

Der Beginn war stark. Die IceFighters bestimmten das Spielgeschehen beinahe nach Belieben. Die ersten Chancen hatten Leon Lilik und Patrick Raaf-Effertz. Aber Piranhaskeeper Jakub Urbisch konnte noch entschärfen. Dann gab es plötzlich gleich zwei Strafen auf einmal für Florian Eichelkraut und Damian Schneider. Bei 3 gegen 5 wurden die Unterzahlspezialisten gleich richtig gefordert. Im Verbund mit Eric Hoffmann im Tor machten sie ihre Sache perfekt und ließen kein Tor zu. Danach hatte Florian Eichelkraut die Führung auf dem Schläger und verpasste den Puck knapp. Im Gegenzug musste er dann erneut für zwei Minuten auf die Strafbank. Dieses Powerplay konnten die Hausherren nutzen. Niemand fühlte sich für Jonas Gerstung zuständig, der sich mit dem 1 – 0 in der 12. Minute artig bedankte. Die Antwort der IceFighters kam sofort. Hubert Berger traf in der 14. Minute zum 1 – 1. Ian Farrell hatte ihn im Slot bedient. Danach hätte Kapitän Eichelkraut die Chance auf den Führungstreffer gehabt. Ein Foul an ihm verhinderte einen besseren Abschluss. Das Powerplay blieb ohne Erfolg. Und als alle schon in die Kabine gehen wollten hatte Rostock nochmal die Riesenchance. Aber Hoffmann hielt den 1 – 1 Pausenstand fest.

Der Beginn des zweiten Drittels hatte nichts mehr mit dem ersten Abschnitt gemeinsam. Rostock hatte plötzlich mehr vom Spiel und machte immer wieder Druck. Aber bei 5 gegen 5 gab es kaum ein Durchkommen. Wenn doch einmal ein Piranha vor Eric Hoffmann auftauchte, behielt „Hoffi“ die Oberhand. Zwei starke Paraden in der Anfangsphase gaben den IceFighters die Chance, sich ins Spiel zurückzuarbeiten. Und das gelingt am besten mit Toren. Gianluca Balla traf in der 28. Minute zur 2 – 1 Führung. Dabei schoss er Urbisch von hinter der Torlinie an und von da rollte der Puck ins Tor. Das war schlitzohrig. In der 32. Minute kam die vermeintliche Vorentscheidung und eine Schlüsselszene zugleich. Erst stoppte Eric Hoffman erneut einen Alleingang der Rostocker, dann flog Patrick Fischer auf und davon. Bei seiner Großchance ließ er dem Torhüter der Hausherren mit einem trockenen Schuss keine Chance. Marvin Miethke und Ian Farrell hätten die Chancen gehabt, das Ergebnis noch höher zu schrauben, aber sie scheiterten knapp. So blieb es bei der 3 – 1 Führung zur zweiten Pause.

Im letzten Drittel sah es lange so aus, als ob unser Team die drei Punkte sicher hätte. Aber es sollte anders kommen. Erst wurden Chancen nicht genutzt. Dann wurden zwei Überzahlmöglichkeiten zu leichtfertig vergeben. Und nicht nur das. Beim Überzahl in der 49. Minute gelang den Raubfischen sogar das Unterzahltor zum 2 – 3 aus ihrer Sicht. Beflügelt durch diesen Treffer drehten die Hausherren richtig auf. Eine wahre Abwehrschlacht lieferten die Mannen von Coach Sven Gerike jetzt. Dabei hatten sie noch Pech, dass ein Miethke-Schuss nur am Pfosten landete und Gianluca Balla beim Alleingang knapp scheiterte. Deshalb galt es umso mehr in der spannenden Schlussphase defensiv alles zu geben. Und das taten die Eiskämpfer. Sie hauten sich in die Schüsse und überstanden sowohl eine Unterzahl als auch die letzte Minute mit 5 gegen 6. Eric Hoffmann konnte nicht mehr bezwungen werden und so gewann unser Team verdient, aber am Ende auch ein wenig glücklich mit 3 – 2.