Derbysieger, Derbysieger, hey!

Derbysieger, Derbysieger, hey!

Endlich konnten die Leipziger Anhänger diese Worte wieder minutenlang skandieren. Die EXA IceFighters Leipzig gewannen am gestrigen Abend vor ausverkauftem Haus einen deutlichen und auch in der Höhe verdienten 6 – 2 Erfolg. Angeführt von ihrem Kapitän Florian Eichelkraut, der sich mit drei Treffern für eine starke Leistung selbst belohnte, fighteten die Mannen von Coach Sven Gerike von der ersten bis zur letzten Minute.

Zu Beginn des ersten Drittels waren es die ambitionierten Gäste, die die ersten kleinen Chancen verbuchen konnten. Aber Eric Hoffmann war wachsam. Dann der erste schnell vorgetragene Angriff der Hausherren. Antti Paavilainen spielte auf Gianluca Balla und der ließ dem Gästekeeper keine Chance. Das 1 – 0 fiel in der 3. Minute. Noch besser wurde es in der 8. Minute, als ein Spielzug über Esa Hofverberg und Dimitri Komnik bei Florian Eichelkraut landete und dieser den Puck unhaltbar zum 2 – 0 versenkte. Halle war leicht geschockt. Eine kleine Auseinandersetzung beendete Goran Pantic. Danach durften die Gäste Überzahl spielen. Bei der Qualität der einzelnen Spieler, die dann auf dem Eis stehen, bleibt es nicht aus, dass es Torchancen gibt. Aber wie gehabt blockten die Eiskämpfer, was zu blocken war und alle anderen Schüsse fing Eric Hoffmann weg. Nächster Höhepunkt war das Tor von Ryan Warttig. Im Anschluss an ein überstandenes Unterzahlspiel kombinierten die IceFighters aus der eigenen Zone bis zum Torabschluss wie im Training. Der Abschluss von Warttig in der 12. Minute war Formsache. Als dann 24 Sekunden später Florian Eichelkraut das 4 – 0 nachlegte, stand der Kohlrabizirkus komplett Kopf. Die Gäste nahmen erst einmal eine Auszeit und wechselten ihren Torhüter. Danach kamen die Saale Bulls offensiv nochmal zu sehr guten Chancen, aber Eric Hoffmann blieb Herr der Lage. Mit dem 4 – 0 ging es in die Kabine.

Das zweite Drittel begann mit dem Hattrick des Kapitäns. In der 24. Minute bediente Hannes Albrecht mustergültig seinen langjährigen Sturmkollegen und Florian Eichelkraut musste nur noch den Schläger hinhalten. Danach verlor das Spiel ein wenig an Fahrt. Halle durfte sich zweimal erfolglos im Powerplay versuchen. Dann war es leider doch geschehen. In der 32. Minute trafen die Saale Bulls zum 1 – 5 aus ihrer Sicht. Mehr gibt es aus diesem Drittel nicht zu berichten. „Wir spielten das ab dem zweiten Drittel sehr gut zu Ende. Auch die Reaktion des Teams nach dem Gegentreffer hat mir sehr gut gefallen. Da stimmt schon viel auf der Bank und später auch in der Kabine“, fand Coach Gerike lobende Worte für eine grundsolide Arbeit.

Dem entsprachen seine Schützlinge auch im Schlussabschnitt. Michal Velecky erzielte in der 52. Minute noch das 6 – 1. Zwei Minuten später kam der unrühmliche Auftritt des Gästekapitäns. Er erhielt eine normale Zwei-Minuten-Strafe, provozierte den Leipziger Anhang auf dem Weg in die Strafbank und wurde dementsprechend empfangen. „Weder sein Ausraster noch die Reaktion einiger Zuschauer sollten in so einem Spiel passieren. Das gehört nicht in unseren Sport“, verurteilte Gerike beide Lager nach dem Spiel auf der Pressekonferenz. Den Schlusspunkt setzten nochmal die Gäste, die in der letzten Minute Ergebniskosmetik betreiben und den Endstand von 2 – 6 aus ihrer Sicht zementieren durften. Der Rest war Party pur und endlich durfte der Kohlrabizirkus singen: „Derbysieger, Derbysieger, hey hey!“