Am Ende haben die Nerven und die Kraft versagt

Am Ende haben die Nerven und die Kraft versagt

Foto: Kitzing Pix

Nach den zwei Spielen beim Tabellenführer Hannover Scorpions am Mittwoch und Freitag, ging es gestern gleich im Kohlrabizirkus weiter. Gäste waren die Tabellenzweiten, die Tilburg Trappers. Der Spielplan hat es gerade in sich für unsere EXA IceFighters Leipzig. Zu den Langzeitverletzten gesellten sich die beiden letzten Spiele noch Connor Hannon und Oliver Noack dazu.

Der Anfang des Spiels war gerade defensiv sehr stark. Vier Schüsse ließen die Eiskämpfer im ersten Drittel von den Gästen zu. Im zweiten Drittel waren es sogar nur drei Versuche, die auf das Tor von Patrick Glatzel kamen. Das es am Ende trotzdem, eine 3-5 Niederlage gab, hatte zwei Gründe. „Wir waren nah den beiden Spielen in Hannover nicht in der Lage im letzten Drittel noch einmal einen Gang raufzuschalten. Die Trappers haben diesen Gang gefunden. Und dann machen wir in den entscheidenden Momenten des Spiels zu viele individuelle Fehler, die von den Gegnern der Klasse, wie wir sie gerade spielen, ausgenutzt werden. Das ist dann in der Summe zu wenig, um gegen die Tabellenspitze bestehen zu können“, fasste Headcoach Sven Gerike nach dem Spiel zusammen.

Nach den ersten beiden Dritteln führten unsere EXA IceFighters bereits mit 3-1 gegen die Holländer. Moritz Israel hatte in der dritten Spielminute im Nachschuss getroffen. Die Tilburger glichen in der 9. Minute aus. Große Chancen waren eher selten in den ersten beiden Dritteln. Hannes Albrecht hatte nach Zuspiel von Robin Slanina und Sofiene Bräuner im Alleingang noch die größte Möglichkeit. Im zweiten Abschnitt erhöhten Michal Velecky (22.) und Maximilian Spöttel (24.) mit zwei perfekten Schüssen auf den 3-1 Pausenstand.

Das letzte Drittel begann schlecht. Gleich in der 41. Minute trafen die Gäste zum 2-3 Anschluss. „Das darf einfach so nicht passieren. So bringst du den Gegner sofort wieder ins Spiel zurück und in den Köpfen deiner Spieler beginnt sich das Karussell wieder zu drehen. Die folgenden Wechsel waren schlimm anzuschauen“, beschrieb Gerike den Beginn des letzten Abschnitts. In der 46. Minute trafen die Gäste dann zum 3-3 Ausgleich und Gerike nahm eine Auszeit. Sein Team reagierte gut, verpasste es aber, den nächsten Treffer zu erzielen. Und dann kam einer dieser „entscheidenden“ Fehler. Bei 4 gegen 4 verloren die IceFighters komplett die Zuordnung und gerade als Hubert Berger von der Strafbank zurückgekehrt war, schlug es hinter dem machtlosen Patrick Glatzel ein. Am Ende versuchten die Eiskämpfer nochmal mit sechs Feldspielern den Ausgleich zu erzwingen, aber Tilburg traf 12 Sekunden vor Ende des Spiels zum 5-3 Endstand. Somit endete auch das dritte Spiel in fünf Tagen mit einer Niederlage. Morgen steht auch schon das nächste Heimspiel und somit das vierte Spiel im Zweitagesrythmus auf dem Programm. Die EXA IceFighters Leipzig empfangen die Hannover Indians im Kohlrabizirkus. Anbully ist 19:00 Uhr. Das Spiel wird live auf sprade.TV übertragen.

Fotos: Kitzing Pix