Positionierung zur Situation in der Liga/den Ligen

An dieser Stelle möchten wir unsere Sicht auf die aktuellen Entwicklungen im deutschen Eishockey veröffentlichen.
In den vergangenen Tagen und Wochen wurde wieder einmal viel über den sogenannten Unterbau des deutschen Eishockeys veröffentlicht. Wie und wo soll es für welche Vereine in welchen Ligen weiter gehen Wer kann wohin auf- oder absteigen? Eine Woche vor dem Treffen der Verbandsvertreter in Dresden haben wir daher die Vereine der Oberliga Ost am 22. Mai zu einem „Positionierungstreffen“ nach Leipzig geladen. Ziel war es, eine möglichst einheitliche Haltung zu den oben genannten Streitpunkten zu erzielen, um so geschlossen in Dresden auftreten zu können. Bei diesen aus unserer Sicht sehr konstruktiven Gesprächen sind die Vereine letztlich überein gekommen, dass der Spielbetrieb kurzfristig nur unter der Verantwortlichkeit des Landesverbandes weiter möglich ist. Den DEB als verantwortliches Organ konnten und können wir uns aktuell nicht vorstellen, möchten diese Variante unter bestimmten VOraussetzungen mittel- bis langfristig aber ausdrücklich nicht ausschließen. Hierfür müssen aber zuerst bestimmte Strukturen und Voraussetzungen geschaffen und erfüllt werden. Dieser Standpunkt wurde dann auch in Dresden kommuniziert.

Zu den Reformen gehört aus unserer Sicht vor allem ein starker Unterbau, der von der Regionalliga bis mindestens in die zweite Bundesliga alle Ligen umfasst. Einerseits ist dieser starke Unterbau für die Zweitligisten notwendig, damit sie bei einem Abstieg in eine relativ starke Liga nach unten wechseln. Andererseits sind wir ausdrücklich dafür, dass das interne Geschachere in der zweiten Liga, bei dem es letztlich doch keinen Absteiger gibt, endlich ein Ende findet und dass sich die Zweitligisten ohne Ausnahmen zu diesem Modus bekennen. Vor allem sollte für Fans und Sponsoren vor Saisonbeginn Klarheit herrschen!
Weiterhin ist aus unserer Sicht nur ein Aufsteiger aus allen vier Oberligen eindeutig zu wenig. Wir stehen daher für die Schaffung von drei Oberligen, unter anderem weil der Süden und Westen unserer Meinung nach sehr gut aufgestellt sind. Eine Oberliga Nordost mit 12 Vereinen sehen wir als sehr gute Ergänzung zu diesen beiden Ligen. Die aktuelle Oberliga Ost gerät in Gefahr, sobald nur einer der Vereine wegzubrechen droht, oder wenn doch einem Verein der Aufstieg gelingen sollte. Vor dem Hintergrund der drei Oberligen wäre eine Zwischen- oder Finalrunde mit je vier Vertretern ein attraktiver Spielmodus.
Auch in Bezug auf die Nachwuchsarbeit und -förderung sind Änderungen notwendig, damit möglichst alle Teams davon profitieren.
Sollten sich diese Strukturen, oder umfassende Änderungen in diese Richtung, von Seiten des DEB abzeichnen, sind wir gerne bereit, die dafür notwendigen Prozesse zu begleiten und zu unterstützen und stehen Gesprächen generell sehr offen gegenüber.
Wir setzen auf einen sportlichen Aufstieg, den sich die jeweilige Mannschaft erarbeitet hat. Einen Aufstieg mit rein finanziellen Mitteln lehnen wir ausdrücklich ab!
Im Interesse des deutschen Eishockey fordern wir alle Vereine und Verbände auf, sich zu konstruktiven Gesprächen gemeinsam an einen Tisch zu setzen um übergreifende Lösungen zu suchen, zu finden nd damit klare und einheitliche Strukturen zu schaffen!