Ligentagung / Stellungnahme

Letzten Dienstag, am 27.5.2014, trafen sich erneut alle Vereinsvertreter der bisherigen Oberliga Ost in Leipzig. Dabei waren auch die Landesverbände von Berlin, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen. Nun möchten wir klar Stellung beziehen. Zuerst werden wir der Aussage der Landesverbände widersprechen, dass Einigkeit über die Zukunft der Oberliga Ost herrschte. Die Vereine aus Halle und Leipzig streben ganz klar eine größere Liga an. Die IceFighters Leipzig sind der Überzeugung, dass man die Chance in der jetzigen Situation nutzen sollte um einen Umbruch herbeizuführen. Mit „Wir machen so weiter wie bisher“ wird aus Sicht der IceFighters Leipzig ganz klar eine Chance vertan. Seit zwei Jahren arbeitet die Geschäftsführung darauf hin eine größere Oberliga Nord-Ost oder Nord zu spielen um aus wirtschaftlicher sowie sportlicher Sicht gegen die Mannschaften aus dem Süden und Westen besser bestehen zu können. Das bekommen wir jedoch nur hin, wenn wir in einer Liga spielen, in der jedes Team die notwendigen Entwicklungsmöglichkeiten bekommt. Auch haben wir in den letzten beiden Jahren immer wieder Übergangslösungen vorgeschlagen und zur Diskusion gebracht. Unser Bestreben richtet sich nicht gegen die vermeintlich schwächeren Vereine und Teams der Oberligen Nord und Ost. Auch vernünftige Regionalligen im Unterbau mit Auf- und Abstiegsregelungen bedeuten Planungssicherheiten und stärken den Eishockeysport in der Breite. Wir werden von Jahr zu Jahr weniger Clubs in der Oberliga Ost. Erst erwischte es Preussen Berlin, jetzt leider die Chemnitzer Wild Boys. Kurioserweise sind die Vereine, die  gegen Reformen waren, nun gar nicht mehr dabei. In der Not müssen als Ersatz Pokal- und sonstige Spiele geschaffen werden um die wirtschaftlichen Lücken zu mildern. Nun wird den Teams aus Halle und Leipzig vorgeworfen die Liga kaputt zu machen. Die Vereine die gar nicht mehr antreten beschädigten jedoch die Oberliga Ost bereits in ihren Grundmauern. Ganz gleich was die Ursache des Ausscheidens war. Unmissverständlich möchte die Geschäftsführung der IceFighters Leipzig herausstellen, dass vollkommen nachvollziehbar ist wenn jeder Standort seine Gegebenheiten im Vordergrund der Überlegungen sieht. Bei den IceFighters Leipzig ist das eine ordentliche Ligenstruktur um vor allem die immensen Kosten durch die Zelthalle weiterhin stemmen zu können. Wir wissen alle das Eishockey ein teurer Sport ist. Gerade darum brauchen wir alle über eine Saison hinaus Sicherheiten der Ligenzugehörigkeit, der Spielanzahl mit festen Strukturen.
 
Des Weiteren ist es unmöglich, dass auf dem Rücken der Vereine der Deutsche Eishockeybund und die Landesverbände ihre Grabenkämpfe durchführen. Die Landesverbände sind in erster Linie da für die Vereine zu arbeiten, vor allem zuständig einen geordneten Spielbetrieb zu gewährleisten der für die Clubs wirtschaftlich tragbar ist. Wir möchten alle hochqualitativen Sport eleben. Mit eventuell zwölf Spielen ist dies nicht realisierbar. Wir sehen hier eine Chance vertan und sind enttäuscht wie hier teilweise agiert wird. Wie z.B. nach der Ligentagung Stillschweigen vereinbart wurde und einen Tag später eine Meldung kolportiert wird, es gäbe eine breite Zustimmung für die Oberliga Ost. Im Endeffekt stand es 5:2!
 
Was bei der ganzen Debatte aus unserer Sicht völlig untergeht, ist die Verantwortung und Verpflichtung die wir gegenüber unseren Fans und Sponsoren tragen. Sie sind es die unseren Sport überhaupt erst möglich machen! Möchten wir uns nicht gegen andere Sportarten behaupten? Möchten wir nicht den Nachwuchs fördern und hier den Kindern eine Perspektive aufzeigen wofür es sich lohnt zu qualifizieren? Wir haben mit unserem Eishockey-Sport  ein tolles Produkt, steigende Zuschauerzahlen, steigendes Medieninteresse und stetig anwachsendes Sponsoreninteresse. Es wird Zeit  endlich anzufangen unseren Sport auch ordentlich zu verkaufen und zu präsentieren.
An allen Standorten, ob Niesky, Jonsdorf, Halle, Erfurt, Berlin, Schönheide oder Leipzig leisten viele Personen meist ehrenamtlich eine hervorragende Arbeit und haben mit Sicherheit die Oberliga Ost enorm entwickelt. Nun gilt es aber sich den jetzigen Bedingungen zu stellen.
 
Positives gibt es zum Schluss auch zu berichten. Ein richtiger Schritt ist die frühere Verzahnung mit der Weststaffel, so die Tendenz der Verantwortlichen. Die sportliche Attraktivität wird dadurch höher. Es ist der erste Schritt auf dem richtigen Weg. Es kann für uns jedoch nur eine Übergangslösung sein. Die IceFighters Leipzig streben weiter eine große „3. Liga“ an. Nord, West und Ost sollten verzahnt werden und mit den Top-Teams der Oberliga Süd um den Aufstieg in die DEL2 spielen. Bis es jedoch dazu kommt, müssen wir mit unseren sieben Teams in der Oberliga Ost alles geben. Jede Niederlage kann das Aus bedeuten. Und wir möchten wieder unbedingt in die Endrunde um uns gegen die Besten der Oberliga West / Nord und Süd zu behaupten. 

Abschließend möchten wir uns hier ausdrücklich bei Andreas Hobuß bedanken. Unter seiner Regie wurde die Oberliga Ost in den letzten Jahren geführt und vieles bewegt. Er selbst hatte seinen Rückzug für sich entschieden und das gilt es zu respektieren. Wir wünschen ihm für seine Zukunft alles erdenklich Gute und sagen nochmals Danke für den Einsatz und für die sehr angenehme Zusammenarbeit.

Geschäftsführung
IceFighters Leipzig