Ergebnis schlechter als die Leistung

Ergebnis schlechter als die Leistung

Spielbericht

 

So könnte man das Gastspiel in Duisburg passend zusammenfassen. Die IceFighters Leipzig traten mal wieder mit nur 14 Spielern an. Esa Hofverberg (Muskelfaserriss), Florian Eichelkraut (Fußbruch) und Ian Farrell (Handbruch) werden noch länger fehlen. Erek Virch konnte beruflich nicht die weite Fahrt antreten. Von „Schadensbegrenzung“ wollte Coach Sven Gerike aber vor dem Spiel nichts wissen: „Wir müssen an dem ‚wie‘ arbeiten. Kleinigkeiten im System müssen besser umgesetzt werden. Der Kampfgeist meiner Truppe stimmt eh fast die ganze Saison. Wenn dann während des Spiels die Kraft irgendwann weg ist, dann kann ich damit leben. Viele Spieler müssen zurzeit mehr Verantwortung übernehmen als jemals zuvor in ihrer jungen Laufbahn.“

Lange wurden seine Worte umgesetzt. Zwar hatte Duisburg logischerweise anfangs mehr vom Spiel, aber je länger das erste Drittel dauerte, desto besser bekamen die IceFighters Zugriff auf das Spiel und den Gegner. Duisburg tat sich sichtlich schwer, die Abwehrreihen zu knacken. Dann kam aber eine Unkonzentriertheit, ein sogenannter „dummer Fehler“. Beim Wechsel standen plötzlich 6 Spieler auf dem Eis und dafür gab es zurecht 2 Minuten. Und genau in dieser Unterzahl gelang den Gastgebern in der 18. Minute der Führungstreffer. Und zu allem Überfluss legten die Füchse Sekunden später das 2-0 nach.

Wie würde die junge Mannschaft diesen Rückschlag wegstecken? Erst einmal nicht so gut. Gleich zu Beginn des zweiten Drittels gelang den Duisburgern das 3-0. Aber wie so oft gesehen, gaben die IceFighters nicht auf. Im Gegenteil. Sie bereiteten dem Gastgeber immer mehr Probleme, erspielten sich gute Chancen und kämpften sich zurück ins Spiel. Hubert Berger traf in der 28. Minute zum 1-3 Anschluss. Jetzt war es eine offene Begegnung. Natürlich behielten die Füchse leicht die Oberhand und waren mit ihren starken Einzelspielern stets gefährlich, aber unser Team zeigte eine starke Leistung. Leider wird aber in dieser Runde und bei Gegnern dieses Kalibers beinahe jeder Fehler gnadenlos bestraft. Einmal stimmte die Zuordnung in der 37. Minute nicht und die Hausherren schlugen zum 4. Mal zu. Mit 4-1 aus Sicht der Füchse ging es in die Kabine.

Und wieder bewiesen die IceFighters Moral und Charakter. In der 42. Minute gelang Dimitri Komnik nach feinem Zuspiel von Nico Kolb und Hubert Berger das 2-4. Da war es still im Fuchsbau. Und unsere Mannen hatten sogar noch mehr Chancen. Doch genau in diese Phase kam eine sehr fragwürdige Entscheidung des Unparteiischen. Und Duisburg nahm dieses Geschenk im Stile einer Topmannschaft dankbar an. Dieses 5-2 war so etwas wie der Genickbruch für die IceFighters. Zwar spielten sie tapfer zu Ende, aber die Kraft reichte nicht mehr. So mussten sie auch noch die Treffer 6 und 7 hinnehmen. „Verlieren und auch noch in der Höhe ist nie ein Vergnügen. Aber ich kann meinem Team wenig vorwerfen am heutigen Tag. Schaffen wir das 3-4 geht das Spiel vielleicht sogar anders aus“ fasste unser Coach die Leistung zusammen.

Jetzt gilt es am Sonntag daheim gegen die Wedemark Scorpions, bereit zu sein. „Das wird ein echtes 6 Punkte Spiel im Kampf um den 7. Tabellenplatz. Dafür müssen alle bereit sein und dann werden wir mit unseren Fans im Rücken den Skorpionen einen echten Fight liefern“ verspricht Gerike. Also kommt am Sonntag alle nach Taucha in die kW-RENT EISARENA! Spielbeginn ist wie immer 17 Uhr.