Angriff ist die beste Verteidigung! Denkwürdiges 9:7 gegen Jonsdorf

Es sollte ein Spiel werden, dass im laufe des Abends an Dramatik zunahm. Zuerst begann das Spiel gegen die Jonsdorfer Falken mit 10-minütiger Verspätung. Probleme mit der Elektrik (Stromausfälle) wurden behoben. Und dann nahm ein torreicher Fight seinen unerwarteten Weg. Das Spiel gegen die Falken aus Jonsdorf sollte das vermeintlich leichtere Spiel an diesem Wochenende werden, jedoch kam es anders. Die 1. Chance im Spiel hatten die Gäste und trafen bereits nach 32 Sekunden. Sekera mit einem Solo und mit einem Schuss vom Bullykreis. Erik Reukauf sah hier nicht gut aus. Den zweiten Angriff hatten dann unsere IceFighters Leipzig und nutzten die Chance zum Ausgleich. Unser Kanadier Edward Gale netzte nach einem Zuspiel von Alt und Dörner ein. In der vierten Minute dann die erneute Führung für Jonsdorf. Lamich trifft per Bauerntrick und weil Erik Reukauf nicht die schnell genug die Seite wechselte. Sechs Minuten später erhöhen die Gäste zum 1:3 im Powerplay. Der Schuss von der Blauen Linie und kurz vor Reukauf abgefälscht. Zu diesem Zeitpunkt war der Spielstand völlig unverdient. Die IceFighters Leipzig hatten die komplette Zeit mehr vom Spiel und auch mehr (ungenutzte) Großchancen. Entweder behinderte der starke Jonsdorfer Goalie Wolfermann den Erfolg oder die eigene Unpräzise unserer Mannschaft. In der 16. Minute hatten wir zudem Pech, da unser Anschlusstreffer nicht gegeben wurde und der Schiri vorher abgepfiffen hatte. In der 20. Minute endlich der Anschlusstreffer zum 2:3. Eichelkraut drückt den Puck flach mit der Rückhand unter der Matten von Wolfermann durch. Vorlagen durch Gale und Albrecht. Noch in der gleichen Minute gelang unseren IceFighters der Ausgleich. Zwischenstand 3:3 durch Gale, der einen Abpraller versenkt (Eichelkraut, Rau assistieren). Spätestens jetzt tobt das Zelt nach dem Ausgleich. Es war so laut, man konnte es sicher bis zum Völkerschlachtdenkmal hören. Unsere IceFighters Leipzig waren durchgehend überlegen. Jonsdorf hatte gefühlte 6 Schüsse und versenkt mit der Hilfe von Reukauf drei davon. Nach dem 1:3 spielten unsere Jungs mit Wut im Bauch und haben förmlich auf das Tor von Wolfermann angerannt.

Pause und durchatmen. Die ersten 2 Minuten des zweiten Drittel war Jonsdorf am Zug, da Strafe für Leipzig. Danach kamen unsere Leipziger wieder, auch wieder Großchancen, die aber nicht genutzt worden. In der 31. Minute dann die Führung, 4:3. Vrba haut den Puck nach einem Solo in den Winkel (Assist: Ullmann, Rau) Jonsdorf in der 35. Minute mit dem Ausgleich, das 4:4 aus dem nichts. Jonsdorf mal vorm Tor und Miszkowski nutzt einen Abpraller. Nun in der 36. Minute unser 5:4. Ein Tor in doppelter Überzahl, Dörner spielt an der Torlinie zurück auf Albrecht im Bullykreis, der legt quer und Eichelkraut netzt am Pfosten lauernd ein. Jonsdorf wirkte etwas besser im zweiten Drittel. Unsere IceFighters hatten genug Chancen, nutzten diese aber nicht. Zum „Pausentee“ gab es einiges zu besprechen. Drittes Drittel: in der 42. Minute der Doppelschlag der IceFighters Leipzig 6:4, Dörner (Eichelkraut, Gale) und 7:4, Eichelkraut (Albrecht, Gale) und die Vorentscheidung? Es spielte nun hauptsächlich Leipzig, Jonsdorf nur mit Verlegenheitsangriffen und in der 43. Minute das 8:4 durch Vrba nach einem Zuspiel von Nighbert und Müller. Jonsdorf nahm darauf eine Auszeit. War es das schon? Denn Mannix Männer schalteten anscheinend in Anbetracht auf das Sonntagsspiel einen Gang herunter. Und trotzdem gelang in der 48. Minute das 9:4. Miethke veredelte das gute Zuspiel von Hadamik und Kröber. Doch Jonsdorf gab nicht auf, die Falken flogen noch einmal vors Tor. In der 54. Minute das 9:5. Ein Powerplaytor für Jonsdorf durch Schimming. Doch nicht genug, in der 55. Minute das 9:6. Unterzahltor für Jonsdorf. Lamich nutzt einen Puckverlust im Mitteldrittel aus. Das letzte Tor des Abends gelang den Gästen in der 60. Minute mit dem 9:7. Aber es reichte nur noch Randnotiz. Fazit: Die IceFighters Leipzig bis zum 8:4 drückend, danach anscheinend Schonprogramm. Das Endergebnis täuscht über den Spielverlauf hinweg. Zwei Gegentore durch einen anfangs unsicheren, später sich steigernden Erik Reukauf. Die letzten drei durch Unachtsamkeiten in der Abwehr. Die Chancenverwertung muss bei uns besser werden, ansonsten war es ein gutes Spiel. Und: wir bleiben Tabellenführer! (Text: Kevin Jahn & Tobias Meier)