Am Ende zu deutlich

Am Ende zu deutlich

Spielbericht

Die Vorzeichen bei der gestrigen Begegnung in Essen gegen die Moskitos waren bekannt. Ein Drittel der Mannschaft kam nicht mit auf die lange Reise. Mit 4 Verteidigern und 8 Stürmern traten unsere IceFighters trotzdem an, um den Hausherren das Leben so schwer wie möglich zu machen. Bei 5-5 gelang das auch immer wieder. Aber man kassierte zu viele, zum Teil wirklich dumme Strafen. Das kann man sich normal schon nicht leisten, aber mit der Rumpftruppe gleich zweimal nicht. 4 Mal hatte man am Ende ein Gegentor in Unterzahl hinnehmen müssen. Zweimal sogar mit zwei Mann weniger. So war man am Ende doch einfach chancenlos.

Das erste Drittel begann gleich in der zweiten Minute mit der ersten Strafe. Und schon klingelte es. 0-1 nach 1:52 Minuten. Aber unser Team spielte auch mit. Die IceFighters versuchten bei 5-5, defensiver zu spielen, als es sonst ihre Art ist. Und dann Konter setzen. Einen davon nutzte Hannes Albrecht zum Ausgleich in der 6. Minute. Danach musste man noch zwei Unterzahlsituationen überstehen. Die größte Chance sogar in Führung zu gehen vergab Nick Lazorko. Er traf leider nur den Pfosten. So ging es mit dem Unentschieden in die erste Pause.

Und auch im zweiten Abschnitt lief es ordentlich für unsere Mannen. Natürlich hatten die Moskitos mehr vom Spiel. Aber die Defensive hielt sich wacker, Patrik Cerveny machte wieder ein starkes Spiel und offensiv versuchte man, die wenigen Möglichkeiten zu nutzen. Doch in der 27. Minute kamen die Essener zu einer doppelten Überzahl. Und diese Chance ließen sie sich nicht nehmen. Aber unser Team wollte weiter dagegenhalten. Florian Eichelkraut hatte die Riesenchance auf den erneuten Ausgleich und konnte nur mit einem Foul gestoppt werden. Leider kam beim folgenden Powerplay nicht viel raus. Und in der 34. Minute trafen die Moskitos dann bei 5-5 zum ersten Mal. Hier sah die Abwehr der IceFighters zum ersten Mal wirklich schlecht aus. Doch auch nach dem 1-3 aus unserer Sicht gab sich niemand auf. Ian Farrell hatte den Anschluss auf dem Schläger und in zwei, drei Wechseln vor dem Drittelende konnte man die Heimmannschaft sogar in der Defensivzone regelrecht fest spielen. Nur der Treffer gelang nicht.

Auch im Schlussdrittel versuchte unsere Mannschaft weiter alles. Aber natürlich ließen spürbar die Kräfte nach. Hier fehlte ein Schritt, da fehlte die Kraft. Es war wirklich nicht einfach. Trotzdem hielt man das Ergebnis bis zur 56. Minute. Dann leider klingelte es gleich noch 3 Mal im Tor von Cerveny. Zweimal davon wieder in Überzahl der Heimmannschaft. Dadurch wurde das Ergebnis am Ende doch sehr deutlich. „Das war schade. Wenn uns der Anschlusstreffer gelungen wäre, hätte es noch lange spannend werden können. Aber nach dem 4. Gegentor war dann die Luft raus. Jetzt müssen wir uns sammeln und daheim gegen Tilburg noch einmal alles geben. Jammern hilft nicht. Es gibt genug zu arbeiten und zu lernen. Und damit machen wir gleich am Sonntag weiter“ meinte Sven Gerike kurz nach dem Spiel.